Das Gamutmapping beschreibt die Umsetzung von Farben vom Quellfarbraum in den Zielfarbraum. Ist der Farbumfang des Quellfarbraums größer als das Ziel, so stellt das Gamutmapping eine Kompression dar. Ist der Farbraum der Quelle kleiner, so ist das Gamutmapping ein Expansion.
Bei einer klassischen Umsetzung mittels ICC-Profilen ergibt sich das Gamutmapping aus dem gewählten Rendering Intent sowie dem statisch vorberechneten Gamutmapping für diesen Intent im Quell- und Zielprofil.
Stellt man hohe Ansprüche an das Gamutmapping von Quelle zu Ziel, so kann es passieren, das bei zwei gewählten ICC-Profilen für Quelle und Ziel keiner der zur Wahl stehenden Intents ein optimales Ergebnis bringt.
Mit einer geeigneten Software für die Erzeugung von DeviceLink-Profilen kann das Gamutmapping von der Quelle zum Ziel individuell berechnet werden. Bei der Beurteilung und Optimierung von DeviceLink-Profilen kann dies unter Umständen das Editieren verkürzen oder ganz überflüssig machen.
Bei der Berechnung eines individuellen Gamutmappings von der Quelle zum Ziel gibt es verschiedene Methoden. Einfache Methoden verwenden das ICC-Gamutmapping aus Quell- und Zielprofil und ergänzen dieses um Optionen für reine Primär- und Sekundärfarben.
Fortgeschrittene Lösungen ignorieren das Gamutmapping in Quell- und Zielprofil völlig und berechnen es komplett neu.
Dies ist prinzipiell die bessere Methode, weil so auch Fälle adressiert werden können, wo unterschiedliche Farborte von Quelle zur Ziel ausgeglichen werden müssen.
Ein Blau von 100C und 100M wird dann z.B. auf 100C und 95M abgebildet, umm den Farbton zu halten.
Produkte die ein komplett individuelle berechnetes Gamutmapping verwenden sind z.B.
CoLiPri oder der GMG_Profileditor